Fahnenschwenken und seine Bedeutung
Die Fahne wird bei Festakten als Ausdruck der Freude geschwungen. Das Fähndelschwenken ist eine der ältesten Traditionen der Schützen und wird international ausgeübt. Es gibt Verbände in Deutschland, Benelux, der Schweiz aber auch in Italien, Südtirol und San Marino.
Das Fahnenschwenken geht in seinem Ursprung auf die Darstellung der Fesselung und Entfesselung des Heiligen Sebastianus (Schutzpatron des BHDS) und auf den Kampf des Heiligen Georg gegen den Drachen, als Kampf des Guten gegen das Böse, zurück.
Durch das Fahnenschwenken wird in besonderer Weise unserem Schutzpatron Sebastianus gedacht.
Wenn das Fahnenschwenken in einer bestimmten Reihenfolge geschieht, nennt man es das „St. Georg Fahnengebet“.
„St. Georg Fahnengebet“ – Bedeutung der Griffe
1. Schwenken über dem Kopf: Gruß an den Vater im Himmel; eine Bitte um Mut um den Kampf ehrlich zu vollführen. Bitte um Stärke.
2. Über den Kopf werfen: Verherrlichung der Schutzheiligen. Der Schwenker will sein Bestes geben.
3. Um die Brust schwenken: Der Schwenker wird eingeladen, alle Kraft zu benutzen, auch wenn es sein Leben kosten kann.
4. Um die Knie schwenken: Er muß sich geschmeidig halten, dass er immer knien kann.
5. Um die Knöchel schwenken: Wenn der Kampf schwierig wird, Schwenker, tue deine äußerste Pflicht, die Fahne schwenken zu lassen. Insbesondere halte sie rein.
6. Hinter dem Rücken schwenken: Von allen Seiten wird der Schwenker angegriffen. Von allen Seiten droht Gefahr.
7. Kniend Schwenken: Der Feind versucht, den Schwenker auf die Knie zu zwingen. Er wird niedergedrückt.
8. Über die Fahne schreiten: Der Feind will die Fahne nehmen, aber der Schwenker verhindert das. Deswegen schwenkt er die Fahne unter den Beinen durch, über den Boden und danach über den Kopf. Er wehrt damit ab.
9. Aufrollen der Fahne: Der Kampf ist beendet. Der Schwenker hat gewonnen.
